• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden/Limburg. Hessen Innenminister Peter Beuth hat mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Marienschule Limburg über das Thema „Gefühlte Verunsicherung oder tatsächliche Bedrohung: Gibt es eine veränderte Sicherheitslage?“ diskutiert und im Anschluss die Videoschutzanlage am Limburger Bahnhof besichtigt. „Limburg ist eine sichere Stadt und Hessen ist ein sicheres Land. Das belegen die stetig verbesserten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik. Die objektiven Zahlen machen es deutlich: Die Hessinnen und Hessen dürfen sich sicher fühlen. Doch Gefühle richten sich meist nicht nach Statistiken. Das zeigen auch die Ergebnisse der in Limburg durchgeführten Befragung der Hochschule für Polizei und Verwaltung. Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir ernst. Um die polizeiliche Präsenz in Limburg weiter zu erhöhen, verstärken wir deshalb ab August die Polizeidirektion Limburg-Weilburg mit drei zusätzlichen Polizeivollzugsbeamten. Damit bringen wir einen zusätzlichen Streifenwagen auf die Straße und erhöhen den Kontrolldruck. Zusätzlich zu den vielen laufenden Maßnahmen wird auch dies dazu beitragen, die Sicherheit in Limburg weiter spürbar zu verbessern“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Mehr Schutzleute sorgen für Sicherheit der Hessinnen und Hessen

Es brauche eine starke Polizei, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Innenminister Peter Beuth betonte die Bedeutung, einer personell und materiell gut ausgerüsteten Polizei. Neben neuester Ausrüstung hat die Hessische Landesregierung mit der Einstellungsoffensive bei der Polizei für eine nie dagewesene Verstärkung gesorgt: 1.520 zusätzliche Anwärter. „Das ist ein Stellenplus von elf Prozent seit 2014, ein Sicherheitsplus für die Bürgerinnen und Bürger und ein weiterer Beleg dafür, dass für die Landesregierung Sicherheit an erster Stelle steht. Von dieser nie dagewesenen Einstellungsoffensive werden alle Dienststellen des Landes profitieren, sodass wir sichtbar mehr Polizei hessenweit auf der Straße haben werden“, sagte der Innenminister.

Hessen ist drittsicherstes Bundesland – Limburg im landesweiten Spitzenbereich

Mit 375.632 erfassten Straftaten wurde für Hessen 2017 die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit fast 40 Jahren gemessen. Bei der so wichtigen Kennzahl über die Kriminalitätsbelastung, der sogenannten Häufigkeitszahl, die Auskunft darüber gibt, wie viele Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern erfolgt sind – und somit eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglicht, steht Hessen im bundesweiten Vergleich auf dem dritten Platz. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 57,1 Prozent der Straftaten aufgeklärt. In Hessen lag die Aufklärungsquote bei 62,8 Prozent. Das ist die höchste gemessene Aufklärungsquote des Landes seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971.

Die Aufklärungsquote der Polizeidirektion Limburg-Weilburg liegt seit neun Jahren in Folge über 60 Prozent. Im Jahr 2017 wurden 64 Prozent der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Limburg-Weilburg aufgeklärt; das ist landesweiter Spitzenbereich. Im Bereich Limburg-Weilburg sind mit insgesamt 7.917 Straftaten im vergangenen Jahr 250 Straftaten weniger als im Vorjahr gemessen worden. 2008 - vor zehn Jahren - wurden noch 9.839 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik für Limburg-Weilburg erfasst.

„Die polizeiliche Arbeit in Limburg kann sich sehen lassen. Das ist kein Grund sich auf dem Erreichtem auszuruhen. Wir wollen das Sicherheitsgefühl der Limburgerinnen und Limburger weiter stärken. Mit unserer KOMPASS-Sicherheitsinitiative haben wir ein Kommunalprogramm aufgelegt, um gezielt auch Sorgen und Ängste von Bürgerinnen und Bürgern aufzunehmen und in die kommunalen Sicherheitsstrategien einfließen zu lassen. Es würde mich sehr freuen, wenn Limburg KOMPASS-Kommune wird und gemeinsam mit der hessischen Polizei die Sicherheit in der Domstadt an der Lahn weiter verbessert“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Sicherheitsplus durch Kommunalprogramm KOMPASS

Das KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel, kurz KOMPASS, ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und gemeinsam passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Das KOMPASS-Programm bringt dabei alle relevanten Sicherheitspartner in einer Kommunen zusammen.

Nachdem das Programm erfolgreich in den vier Modellkommunen Bad Homburg, Hanau, Schwalbach am Taunus und Maintal angelaufen ist, steht es fortan hessenweit zur Verfügung. Bereits über 40 Städte und Gemeinden haben ihr Interesse an der Sicherheitsinitiative der Landesregierung angemeldet.

Durch polizeiliche Aufbauorganisation Sicherheit am Bahnhof gestärkt

Der Limburger Bahnhof, der in Befragungen aber auch durch die statistischen Daten, als ein Kriminalitätsschwerpunkt ausgemacht wurde, wird seit März 2017 von der hessischen Polizei in einer Besonderen Aufbauorganisation (BAO) intensiviert bearbeitet. Seither war die Polizei dort verstärkt präsent. Über 3.250 Personen wurden seither durch die BAO kontrolliert. „Mit unseren polizeilichen Maßnahmen haben wir bereits für spürbar mehr Sicherheit gesorgt. Die BAO wird auch künftig fortgeführt. Indem wir die Polizeidirektion Limburg-Weilburg personell stärken und auch weiterhin die BAO mit Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützen, sorgen wir für sichtbar mehr Polizeipräsenz im Stadtgebiet. Für die Sicherheit am Bahnhof sind immer mehrere Sicherheitspartner wie die Bahn, die Bundespolizei und auch die Kommune verantwortlich. Sicherheitsfragen wie sie an einem Bahnhof auftreten, bedürfen daher gemeinsamer Lösungen. Deshalb holen wir bei unserem KOMPASS-Programm alle relevanten Sicherheitspartner zusammen und gehen die Sicherheitsfragen mit ihnen gemeinsam an“, so der Minister.

Land fördert Videoschutz an Limburger Bahnhof

Der weitere Ausbau der Videoschutzanlagen auf öffentlichen Plätzen und Wegen sei ein weiterer wichtiger Baustein der hessischen Sicherheitsarchitektur, so der Minister. Das Instrument habe einen sehr hohen Nutzen bei der präventiven und repressiven polizeilichen Einsatzbewältigung sowie der Aufklärung von Straftaten, auch im Zusammenhang mit Terroranschlägen. Deshalb habe das Hessische Innenministerium die Erneuerung der aus 18 Kameras bestehenden Video-Schutzanlage am Limburger Bahnhof mit einer Förderung von knapp 81.300 Euro durch Landesmittel bezuschusst. „Wir können mit Videotechnik an Kriminalitätsschwerpunkten objektiv mehr Sicherheit gewährleisten. Außerdem besteht die Chance, mit Hilfe der Kamerabilder Straftäter zu überführen. Die Videoüberwachung an öffentlichen und belebten Plätzen hat sich nicht nur als multifunktionales Werkzeug zur Strafverfolgung im polizeilichen Alltag bewährt, sondern auch dauerhaft die objektive Sicherheitslage in Hessen verbessert“, so der Minister.

Das Land Hessen stellt seit 2008 einen jährlichen Betrag von 300.000 Euro zur Förderung der kommunalen Videoüberwachung zur Verfügung. Seit 2017 steht jährlich ein Betrag von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang übernahm das Land ein Drittel der Kosten zur Förderung der kommunalen Videoüberwachung. Nun können bis zu zwei Drittel der Kosten durch das Land übernommen werden.

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