• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden/Hofheim. Gut ausgestattete, professionell ausgebildete und motivierte Einsatzkräfte bilden die Grundlage einer funktionierenden Freiwilligen Feuerwehr in Hessen. Das betonte Innenminister Peter Beuth bei der Vorstellung des neuen Starterpakets für angehende Feuerwehrangehörige im Rahmen eines Grundausbildungslehrgangs in Hofheim am Taunus.

„Die Arbeit der Feuerwehrangehörigen in unserem Land ist für uns alle von unschätzbarem Wert. Ohne den großartigen Einsatz unserer Feuerwehrfrauen und -männer wäre unser System der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr nicht denkbar. Die Hessische Landesregierung legt deshalb Wert darauf, das erfolgreiche System zu erhalten und zukunftsfähig aufzustellen. Deshalb schaffen wir die Grundlagen für die schlagkräftige Feuerwehr von Morgen: Eine Feuerwehr mit modernen Feuerwehrhäusern, neuen Feuerwehrfahrzeugen und gut ausgestatteten, professionell ausgebildeten und hochmotivierten Einsatzkräften. Mit dem Starterpaket erweitern wir unsere ohnehin bereits breitgefächerte Ehrenamtsförderung um einen weiteren Baustein und erleichtern den Helferinnen und Helfern ihren Start in die Feuerwehr“, so Innenminister Peter Beuth.

Um die künftigen Mitglieder der Einsatzabteilung für ihre wichtige Aufgabe zusätzlich zu motivieren, erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Grundlehrgangs ab sofort das Begrüßungsgeschenk, das im Wesentlichen aus einer Wollmütze, einem Rettungsmesser und einer LED-Taschenlampe sowie grundlegenden Feuerwehrdienstvorschriften – verpackt in einer Schreibmappe mit Block, Kugelschreiber und weiterem Bürobedarf – besteht. Die Kosten pro Paket liegen bei rund 50 Euro. Um den Bedarf für die nächsten zwölf Monate zu decken, hat das Land 3.000 Starterpakete beschafft, die ab August 2018 landesweit bei allen Grundlehrgängen ausgegeben werden.

Zu den weiteren Bausteinen der Ehrenamtsförderung gehören Imagekampagnen und zahlreiche Ehrungsmöglichkeiten genauso wie beispielsweise die Auszeichnung „Feuerwehr des Monats“. Hinzu kommen weitere Aktionen und Projekte wie die Landeshelferparty oder das Pilotprojekt „Mehr Feuerwehr in die Schule“, mit dem Kindern und Jugendlichen bereits frühzeitig sowohl Bedeutung als auch Inhalt der wertvollen Arbeit unserer Feuerwehrangehörigen vermittelt werden. Als weitere Maßnahmen sind der Ausbau einer noch flächendeckenderen Unterstützung im Bereich der Brandschutzerziehung sowie die Anhebung der Anerkennungsprämien in Planung.

Neben der Ehrenamtsförderung führt das Land aber auch sein Engagement in den Bereichen Ausstattung und Ausbildung der Feuerwehrangehörigen fort: Mit rund 27 Millionen Euro investiert das Land im Jahr 2018 in die Förderung von Feuerwehrfahrzeugen und -häusern so viel wie noch nie binnen eines Haushaltsjahres. Zudem fließen zusätzliche Mittel in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in Hessen. Weitere rund 6,5 Millionen Euro fließen in den Neubau des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums in Marburg-Cappel, mit dem im September 2018 begonnen werden soll.

Hintergrund: Grundlehrgang

Jedes aktive Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr muss, bevor es das erste Mal an einem Einsatz teilnimmt, einen 70-stündigen Grundausbildungslehrgang auf Kreisebene absolvieren. Dabei werden den Lehrgangsteilnehmern Basiswissen und grundlegende Tätigkeiten einer Truppfrau/eines Truppmannes in den taktischen Einheiten (Trupp, Staffel, Gruppe) vermittelt.

Der Lehrgang teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie werden Rechtsgrundlagen, Verbrennungsvorgang und Löschwirkung von Löschmitteln, Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr, Unfallverhütung und Verhalten bei Gefahren gelehrt. Praktische Unterweisungen in Geräten der Feuerwehr, dem Vortragen eines Löschangriffes, der richtige Umgang mit tragbaren Leitern der Feuerwehr und die einfache Technische Hilfe sind Bestandteil der praktischen Ausbildung. Der Grundausbildungslehrgang wird mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung abgeschlossen. Mit Abschluss des Grundlehrgangs sind die Feuerwehrangehörigen Mitglieder der Einsatzabteilung ihrer Standortfeuerwehr und somit vollwertiges Einsatzmitglied.

Die Kreise führen die Grundlehrgänge im Auftrag des Landes durch. Die Kosten der Grundlehrgänge trägt das Land. Dafür investiert das Land pro Jahr rund 475.000 Euro.

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