• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden/Frankfurt. Ab Oktober 2017 erhält das Frankfurter Bahnhofsviertel eine neue Einheit der hessischen Polizei, sodass dort mehr als 120 Frauen und Männer für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sein werden. Der Hessische Innenminister Peter Beuth, Landespolizeipräsident Udo Münch und der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill haben das Konzept für die Schwerpunkteinheit Bahnhofsgebiet heute in Frankfurt vorgestellt. Die Dienststelle folgt nahtlos auf die „Besondere Aufbauorganisation Bahnhofsgebiet“ (BAO Bahnhofsgebiet), die im November 2016 eingerichtet wurde und seitdem mit rund 100 Polizisten täglich verstärkt gegen Drogen- und Straßenkriminalität im Bahnhofsviertel vorgegangen ist.

Innenminister Peter Beuth erklärte: „Die hessische Polizei wird ihr Engagement für mehr Sicherheit im Bahnhofsviertel mit der neuen Schwerpunkteinheit noch einmal deutlich intensivieren. Die Einheit wird hessenweit die größte operative Dienststelle sein, größer als jede andere Polizeistation oder -revier. Wir setzen diesen Schwerpunkt ganz bewusst für die Anwohner, für ansässige Betriebe, die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger sowie Pendler und Gäste. Wir werden nach den Erfolgen der BAO Bahnhofsgebiet jetzt nicht nachlassen, sondern mit einem verstärkten Personaleinsatz, mit Härte und konsequenter Polizeiarbeit dauerhaft dafür Sorge tragen, dass sich die Situation im Bahnhofsviertel weiter verbessert. Mit einer starken Präsenz und gezielten verdeckten Maßnahmen machen wir Dealern und anderen Kriminellen klar, dass der Staat keine ‚No-Go-Areas‘ oder gar rechtsfreie Räume duldet.“

Neue Schwerpunkteinheit: Gezielter Kampf gegen Drogen- und Straßenkriminalität

In der Schwerpunkteinheit Bahnhofsgebiet werden mehr als 120 Polizeivollzugsbeamte rund um die Uhr für die Sicherheit im Bahnhofsviertel unterwegs sein. Das macht die Einheit zur größten operativen Dienststelle des Landes, obwohl sie organisatorisch kein eigenes Polizeirevier ist. Lageabhängig werden mehrmals Wöchentlich zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei mit jeweils 30 Schutzleuten für gezielte Maßnahmen hinzukommen. Möglich wird der Zuwachs in Form der neuen Schwerpunkteinheit durch interne Personalverlagerungen des Polizeipräsidiums Frankfurt sowie Dauerabordnungen von 15 Beamten der Hessischen Bereitschaftspolizei.

Außerdem werden zwei Schutzmänner vor Ort hinzukommen. Somit kann auch zukünftig die offene Präsenz der Einsatzkräfte aufrechterhalten und sogar deutlich ausgebaut werden. Ebenso werden in der Schwerpunkteinheit Bahnhofsgebiet operative Maßnahmen, ein täterorientierter Ermittlungsansatz, Präventionsmaßnahmen sowie die Zusammenarbeit mit den Sicherheitspartnern fortgesetzt.

  1. Revier bleibt vollumfänglich erhalten

Dabei bleibt das 4. Polizeirevier für das Bahnhofsgebiet weiterhin ebenfalls zuständig und mit 116 Polizeivollzugsbeamten vollumfänglich erhalten. Durch fünf zusätzliche Stellen für das 4. Polizeirevier wird darüber hinaus ein zusätzlicher Streifenwagen auf der Straße sein können.

BAO Bahnhofsgebiet: Innenminister dankt Einsatzkräften für erfolgreiche Arbeit

Seit November 2016 versehen täglich bis zu 100 Polizisten des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main mit Unterstützungskräften der hessischen Bereitschaftspolizei ihren Dienst bei der „BAO Bahnhofsgebiet“. „Die hessische Polizei hat bisher nahezu 30.000 Einsatzkräfte mit mehr als 200.000 Stunden in diese BAO investiert und kann eine Erfolgsbilanz vorweisen: Mehr als 53.000 Personenkontrollen, fast 27.000 Durchsuchungen von Personen und über 3.700 Festnahmen. Außerdem wurden bisher 42 Kilogramm Rauschgift sichergestellt“, so der Innenminister. Aufgrund des verstärkten Einsatzes sei es gelungen, die Drogen-Szene zu schwächen, kriminelle Strukturen aufzuhellen und den offenen Handel mit Rauschgift spürbar einzudämmen.

Sicherheitspartner im Bahnhofgebiet müssen sich stärker engagieren

Der Innenminister unterstrich, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Hauptpartnern im Bahnhofsviertel – Bundespolizei, Stadtpolizei und Deutsche Bahn AG – essentiell sei, um weitere Verbesserungen zu erzielen. „Die hessische Polizei leistet zur Kriminalitätsbekämpfung bis heute 96 Prozent der Einsatzstunden im Bahnhofsgebiet, das ist ein Kraftakt für unsere Schutzleute, daher erwarte ich von unseren Partnern, dass sie ebenfalls nachziehen und ihr Engagement angesichts unserer neuen Einheit im Bahnhofsviertel noch einmal messbar intensivieren“, sagte Peter Beuth. Der Innenminister lud die Partner zu einem Gespräch in die Landeshauptstadt ein. Wir wollen besprechen, wie wir die Situation für die Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel weiter verbessern können“, betonte Peter Beuth.

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