• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden/Taunusstein. Hessens Innenminister Peter Beuth hat heute die Leistungsspangen-Abnahme der Kreisjugendfeuerwehr Untertaunus in Taunusstein-Hahn besucht, die Bedeutung der Jugendfeuerwehren hervorgehoben und der Kreisjugendfeuerwehr Untertaunus eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro überreicht.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass junge Menschen einen Teil ihrer Freizeit dafür nutzen, um sich mit Grundlagen der Brandbekämpfung vertraut zu machen, oder – wie heute – mit der Leistungsspange eine Feuerwehrprüfung absolvieren. Dies verdient Lob und Respekt und zeigt einmal mehr, dass die Jugendfeuerwehren von herausragendem sozialem Engagement und großem Gemeinschaftssinn geprägt sind. In der Jugendfeuerwehr wird der Grundstein für die Feuerwehren von morgen gelegt. Die Jungen und Mädchen sind damit die Nachwuchsschmiede unseres Brandschutzes, der sich unserer vollen Unterstützung sicher sein kann“, so Innenminister Peter Beuth.

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die ein Jugendfeuerwehrangehöriger innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann. Sie kann von Jugendlichen im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren abgelegt werden, die seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr Mitglied sind. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf gute persönliche Haltung und geordnetes und geschlossenes Auftreten, auf Schnelligkeit und Ausdauer, Körperstärke und Körpergewandtheit und auf ausreichendes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können.

Wie der Innenminister betonte, stärke die Hessische Landesregierung die Jugendfeuerwehren in noch nie dagewesenem Maße. So seien der Neubau des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums (JFAZ) am Standort Marburg-Cappel, das Landesprogramm „Mehr Feuerwehr in Schulen“ oder die Jugendfeuerwehrimagekampagne zur Nachwuchsgewinnung wichtige Bausteine für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Hessen. Für seine wichtige Arbeit erhielt der Hessische Jugendfeuerwehrverband in diesem Jahr zudem eine Zuwendung in Höhe von rund 160.000 Euro sowie jeder der 32 Kreisjugendfeuerwehrverbände ein „Jugendpaket“ bestehend aus jeweils acht Zelten und 100 Feldbetten.

Dass die Jugendfeuerwehren in Hessen auf einem guten Weg sind und sich das Engagement für den Nachwuchs lohnt, belegen aktuelle Zahlen. Im vergangenen Jahr konnten die Jugendfeuerwehren in Hessen erstmals seit Jahren ein Mitgliederplus von mehr als drei Prozent verzeichnen. Ihr gehören jetzt rund 26.600 Kinder und Jugendliche an.

„Wir können den zahlreichen Betreuerinnen und -betreuern der Kreisjugendfeuerwehr Untertaunus die Arbeit vor Ort nicht abnehmen. Aber wir arbeiten stetig daran, unsere Angebote und Unterstützungsleistungen auszubauen und die Anerkennungskultur weiter zu etablieren. Allen Unterstützern, die in ehrenamtlicher Arbeit bei der Organisation, dem Aufbau der Übungen und der Durchführung der Prüfung heute beteiligt sind, gilt daher unser Dank. Durch ihren Einsatz sind die Jugendfeuerwehren im Untertaunus gut aufgestellt. Durch ihre Arbeit steht der Brandschutz auf sicheren Füßen“, so der Innenminister.

Hintergrund:

Mit rund 27 Millionen Euro investiert die Hessische Landesregierung im Jahr 2018 so viel wie noch nie binnen eines Haushaltsjahres in die Förderung von Feuerwehrfahrzeugen und -häusern. Mit dieser Summe investiert das Land weitere fünf Millionen Euro mehr in die Brandschutzförderung, als im bisherigen Rekordjahr 2017, als mit Investitionen in Gesamthöhe von rund 22 Millionen Euro eine Bewilligungsquote von über 90 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmen erreicht wurde. Um den unschätzbaren Wert des ehrenamtlichen Einsatzes der rund 80.000 Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren sowie im hessischen Katastrophenschutz zu unterstreichen und die Arbeit der Freiwilligen vor Ort noch besser zu unterstützen, erhöht das Land in den kommenden Jahren die Investitionen in den Brandschutz. Allein die Garantiesumme steigt in diesem Jahr auf 35 Millionen Euro und in 2019 auf 40 Millionen Euro.

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