Die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth rufen die Dörfer im Rheingau-Taunus mit bis zu 3.000 Einwohnern zur Teilnahme am 37. Hessischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf. „Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Start von 2020 auf 2021 verschoben worden. Bis zum 31. Mai ist noch die Anmeldung zum Regionalentscheid möglich, der in diesem Jahr im Sommer und Herbst ausgetragen wird und an den sich 2022 der Landeswettbewerb anschließt“, teilten die CDU-Politiker mit.

Sie ermuntern, dem Beispiel von Ransel und Dickschied zu folgen. Die beiden Orte hatten bei der 35. Wettbewerbsrunde den Regionalentscheid in den beiden Gruppen der Region Süd gewonnen und auf der nächsten Wettbewerbsstufe erfolgreich am Landesentscheid teilgenommen.

„Mit dem hessischen Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ wird herausragendes Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die die Zukunft ihrer Heimatgemeinde aktiv in die eigenen Hände nehmen, dabei den Charakter des Dorfes bewahren und den Zusammenhalt vor Ort vertiefen, honoriert. Gute Ideen und Projekte zur zukunftsfähigen Entwicklung der Dörfer werden als positive Beispiele zur Nachahmung prämiert und präsentiert“, erklärten die Abgeordneten. „Darüber hinaus stärkt die Teilnahme am Wettbewerb die dörfliche Identität.“

Der Wettbewerb sei ein Anreiz, die Lebensqualität im Dorf zu verbessern, indem die Bevölkerung im Zusammenwirken mit der Kommune Verantwortung für die Gesamtentwicklung übernehme. Dabei seien Arbeiten und Wohnen ebenso wichtige Faktoren wie Erholung und Freizeit sowie soziale und generationsübergreifende Initiativen. Der Blick der Jury richte sich sowohl auf das Erscheinungsbild von Dorf und Landschaft als auch auf die örtliche Wirtschaftskraft, die soziale und kulturelle Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die Angebote und Selbsthilfemaßnahmen.

Dorf zukunftsfähig machen
„Es wird bewertet, wie die Infrastruktur der Bevölkerungsentwicklung angepasst, das Miteinander über die Generationen hinweg gestärkt, die Zusammenarbeit in der Region gefördert wird und welche innovativen Lösungen zur Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung sowie zum Schutz der natürlichen Ressourcen umgesetzt werden“, so Müller-Klepper und Beuth. Der Dorfwettbewerb biete die Chance, Kräfte und Ideen vor Ort zu bündeln und damit eine nachhaltige Innenentwicklung und zukunftsfähige Gestaltung des Lebensumfelds voran zu bringen, um die Herausforderungen des demographischen Wandels zu bewältigen.

Der hessische Dorfwettbewerb, der vom Umweltministerium ausgeschrieben worden ist und vom Regierungspräsidium Kassel durchgeführt wird, findet in Abstimmung mit dem Bundeswettbewerb im dreijährigen Rhythmus statt. 2021 werden zunächst die Regionalentscheide ausgetragen. Danach wird der Landesentscheid durchgeführt. Die Landessieger haben dann die Möglichkeit, Hessen im bundesweiten Wettbewerb 2023 zu vertreten.

Teilnehmen können alle räumlich geschlossenen Orte mit überwiegend dörflichem Charakter bis zu 3.000 Einwohner. Der Stadt-/Ortsteil muss von der Stadt bzw. Gemeinde für den Wettbewerb beim Rheingau-Taunus-Kreis angemeldet werden.

Die Beratung der Wettbewerbsteilnehmer erfolgt durch die Kreisverwaltung, die In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Kassel auch den Regionalentscheid als federführende Behörde organisiert. Beim Regionalentscheid werden die folgenden Preisgelder vergeben: 1. Preis: 5.000,- Euro, 2. Preis: 4.000,- Euro, 3. Preis: 3.000,- Euro, 4. Preis: 2.000,- Euro, 5. Preis: 1.000,- Euro. Darüber hinaus können vier Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro für herausragende Vorhaben bzw. Gemeinschaftsleistungen verliehen werden.

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